Glossar
Das Vokabular des Erwachsenen-Nachtlebens in klaren Worten — Formate, Rollen und Begriffe, länderübergreifend.
Nur 18+. Reine Information — was legal ist, hängt vom Land ab.
- Barfine
- Gebühr an das Lokal, damit eine Frau aus ihrer Schicht freigestellt wird und mit einem Gast gehen kann. Sie deckt nur die Freistellung ab — der Preis für die Zeit selbst wird separat vereinbart.
- Ladydrink
- Drink, den man für eine Frau des Lokals zum deutlich erhöhten Preis bestellt. Teil der Kalkulation des Hauses und ein dezentes Signal von Interesse; in der Regel gehen mehrere voraus, bevor man sich weiter einigt.
- ST (Short Time)
- Ein einzelnes, zeitlich begrenztes Treffen — meist ein bis zwei Stunden, oft im Lokal selbst oder in der Nähe.
- LT (Long Time)
- Ein verlängertes Arrangement, üblicherweise über Nacht bis zum Morgen.
- Go-Go-Bar
- Bar-Format mit Tänzen auf der Bühne in knapper Kleidung und Hostessen an den Tischen. Die Barfine ist hier die Norm; Drinks laufen separat über die Rechnung.
- Bierbar
- Offenes, entspanntes Bar-Format, typisch für Thailand: Plätze rund um die Theke, Frauen halten Gesellschaft. Ruhiger und günstiger als die Go-Go-Bars.
- FKK-Club
- Deutsches Saunaclub-Format: ein Eintritt deckt Ausstattung, Essen und alkoholfreie Getränke ab; Treffen werden im Haus vereinbart. Das dominante Format in Deutschland.
- Termas
- Brasilianisches Spa-Club-Format: der Eintritt schließt Sauna und Whirlpool ein; die Frauen laufen frei umher, die Zimmer sind im Haus. Geöffnet meist vom späten Nachmittag bis in die Nacht.
- Boate
- Brasilianisches Nachtclub-Format, in dem Freelancerinnen auf Gäste treffen; Kabinen oder Zimmer auf Zeit sind angeschlossen. Eintritt und Drinks werden getrennt abgerechnet.
- Laufhaus
- Walk-up-Gebäude im deutschsprachigen Raum: Reihen einzelner Zimmer, die Frau präsentiert sich an ihrer Tür; keine Bar, kein Eintrittsgeld.
- Fensterbordell
- Raum mit Schaufenster in einer ausgewiesenen Zone (Niederlande, Belgien): die Frau zeigt sich hinter dem Fenster, verhandelt wird an der Tür.
- Casa
- Lateinamerikanisches Format eines lizenzierten Bordells: ein Haus mit Line-up und Zimmern vor Ort; Drinks sind optional.
- Zona de Tolerancia
- Offiziell ausgewiesene Toleranzzone in Teilen Lateinamerikas, in der sich lizenzierte Lokale unter städtischen Regeln konzentrieren.
- Prepago
- Standardbegriff des lateinamerikanischen Spanisch für eine Escort oder beworbene Begleiterin („vorausbezahlt“). Gebräuchlich in Anzeigen wie im Alltag.
- Garota de programa
- Standardbegriff des brasilianischen Portugiesisch für eine Begleiterin des „Programa“. Das „Programa“ ist das Treffen selbst; gemeint sind Frauen in Lokalen wie Unabhängige.
- Seifenmassage („Soapy“)
- Thailändisches Format in spezialisierten Häusern: Körper-an-Körper-Massage auf einer aufblasbaren oder nassen Matratze im Privatzimmer. Wird als Komplettpaket pauschal abgerechnet.
- KTV
- Karaoke-Lokal mit Hostessen (Ost- und Südostasien). Im Zentrum stehen Gesellschaft und Drinks; alles Weitere wird ausgehandelt und hängt vom Haus ab.
- Hostessbar
- Bar, deren Kernleistung bezahlte Gesellschaft und Gespräch sind — stundenweise oder über Ladydrinks. In Ostasien weit verbreitet.
- Freelancerin
- Unabhängige Frau ohne Anbindung an ein Lokal — anzutreffen in Nachtclubs, Bars, Dating-Apps. Keine Barfine; Einschätzung und Konditionen liegen ganz bei den Beteiligten.
- EWR (Early Work Release)
- Das philippinische Pendant zur Barfine: eine Zahlung, die eine Frau des Lokals vor Dienstschluss freistellt.
- Rotlichtviertel
- Stadtviertel, in dem sich Erotikbetriebe konzentrieren; oft historisch gewachsen und von der Stadt faktisch geduldet.
- Walk-up
- Britisches Format: die Einzelwohnung einer Frau in einem bekannten Haus, dezent gekennzeichnet und ohne Bar. Die diskreteste lizenzierte Form Londons.